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Die Brücke am Kwai [VHS]

Die Brücke am Kwai [VHS]

Quelle: Amazon

EAN: 4011039100018
Herausgeber: AVU

5,49 EUR
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Features

Beschreibung

Das 1957 von David Lean nach einem Roman von Pierre Boulle realisierte Werk stellt einen der Höhepunkt des Kriegsfilmes dar. Es ist ein tiefsinniger, nachdenklich stimmender Film -- auf jeder Ebene, wie die meisten Filme aus Leans Werk. So erreicht Die Brücke am Kwai eine Perfektion in der Erzählkunst und der Figurenzeichnung, wie sie nur wenige Filme jemals erreicht haben.

Die Geschichte spielt in einem von der Außenwelt vollkommen isolierten japanischen Gefangenenlager in Südost-Asien, in dem der unbarmherzige Colonel Saito (Sessue Hayakawa) damit beauftragt wird, eine für die japanischen Truppen wichtige Eisenbahnbrücke zu bauen. Um dies realisieren zu können, braucht er die britischen Gefangenen. Er gerät somit an Colonel Nicholson (Alec Guinness), einen charismatischen Offizier, der für jede erbrachte Leistung Gegenleistungen von seinem japanischen Gegenspieler erwartet. Wider Erwarten gelangen die beiden Offiziere zu einer Reihe von Kompromissen und für Nicholson wird der Bau der Brücke zu einer wahren Obsession. Auf der anderen Seite gibt es unter den Gefangenen jedoch eine zweite Fraktion, die von einem britischen Offizier (Jack Hawkins) und einem der wenigen Amerikaner im Camp (William Holden) angeführt wird und die die Brücke unbedingt zerstören will.

Der in Sri Lanka gedrehte Film wirkt aus heutiger Sicht natürlich etwas altmodisch. In Leans Film kommt es nicht im Viertelstundenrhythmus zu gewaltigen Explosionen. Der Regisseur ist nicht einmal an der Action interessiert; ihm geht es vielmehr darum, die beiden Plots zusammenzuführen und die Beweggründe, die die Soldaten zu ihren unterschiedlichen Handlungen führen, verständlich zu machen. Auf diesem Weg führt er seine Schauspieler zu absoluten Höchstleistungen und erlaubt ihnen eine sehr differenzierte Darstellung ihrer Charaktere. So ist der japanische Lagerkommandant nicht nur ein Täter. Er ist auch ein Opfer des Systems, in dem er aufgewachsen und für das er in den Krieg gezogen ist. Der vermeintliche Held (Holden) ist hingegen ein Heuchler, der angeblich Heldenhaftes vollbringt, in Wahrheit aber längst allen Werten abgeschworen hat, während Guinness (der für seine Darstellung den Oscar gewonnen hat) einen Mann darstellt, der ohne Ordnung nicht leben kann, weshalb er bereit ist, mit dem Feind zusammenzuarbeiten -- weil dies Ordnung garantiert.

Für die Videoauswertung wurden die Farben des Filmes digital aufgefrischt und Widescreen ist hier natürlich ein Muss. --Sam Sutherland

 

Bilder

Die Brücke am Kwai [VHS]
 

Kunden Meinungen

Die Brücke am Kwai

Datum:25.06.2010 - Rating: 4/5

Dieser Film reiht sich locker in die Gruppe von DVDs ein, der in keinem Videoregal fehlen sollte.

ganz nett aber auch nicht wirklich spannend

Datum:30.04.2010 - Rating: 3/5

da ich eine woche vor dem kauf des films am orginalschauplatz war , dachte ich mir ich kauf mir mal den film...

Die zerstörerische Sprengkraft von Missverständnissen aller Art

Datum:04.01.2010 - Rating: 5/5

"Die Brücke am Kwai" ist derart bekannt geworden, dass man das Ende bereits vor dem ersten Sehen kennen dürfte: Die titelgebende Brücke wird gesprengt. Der Film hätte es ohnehin gleich verraten können. Obwohl gegen Ende auch suspense-artig inszeniert, geht es eher um Ursachenforschung als um Verhinderung. Man ahnt, dass es zur Katastrophe kommt und sieht sich zweieinhalb Stunden lang an, wie es dazu kommt.

Und dabei lässt sich Faszinierendes entdecken. In vielen guten Kriegsfilmen geht es darum, dass der Krieg den Menschen aus der Bahn wirft, Ordnungen durcheinanderwirbelt und die Beteiligten orientierungslos werden lässt, obwohl eine klare, auf Hierarchie, Auftrag, Befehl und Gehorsam gegründete Kommandostruktur eigentlich das Gegenteil erwarten lassen sollte. Ob es nun der undurchdringliche Dschungel aus "Full Metal Jacket" oder die endlose Wüste aus "Jarhead" ist - diese Filme vermitteln die Orientierungslosigkeit bereits topographisch. "Die Brücke am Kwai" vermittelt sie auf mehreren Ebenen, für mich am deutlichsten sozial, psychologisch und kommunikativ. Menschen wissen nicht, "wo sie stehen". Schon der Ort ist ungewöhnlich: Briten sind in einem japanischen Kriegsgefangenenlager in Südostasien. Klare militärische Regeln werden ad absurdum geführt: Colonel Nicholson (Alec Guinness) hatte zuletzt den Befehl, sich zu ergeben, und möchte daran festhalten, anstatt Fluchtmöglichkeiten zu suchen. Er möchte auch an den Regeln der Genfer Konvention festhalten, die verbieten, Offizieren körperliche Lagerarbeit zuzumuten. Schon darin wird Nicholson zu einem komplexen, ambivalenten Charakter, von Guinness kongenial verkörpert: Man bewundert seine Standhaftigkeit, selbst unter Folter, bekommt aber gleichzeitig eine Ahnung von seiner Arroganz und seinem Standesdünkel. Das ist schon hart: Brite, Offizier und Gefangener zu sein, mit allem assoziiert man etwas, vor allem Nicholson selbst tut dies. Er ist in drei Rollenbildern gefangen, die schon für sich genommen massive Probleme heraufbeschwören. Die Unvereinbarkeit der Rollenbilder steigert diese Probleme noch. Der Stolz auf britische Tatkraft und Ingenieurskunst wird Nicholson absurderweise dazu führen, blindlings zum Kollaborateur des Feindes zu werden. Die für die Japaner strategisch wichtige Brücke wird er mit seinen Leuten bauen, da nur er dazu in der Lage ist. Herrlich und exzellent geschrieben wie gespielt ist eine Szene, in der sich die Machtverhältnisse umkehren: Der brutale japanische Colonel Saito (Sessue Hayakawa) glaubt, Nicholson weichgekocht und zur Mithilfe beim Brückenbau "überredet" (vulgo gefoltert) zu haben, aber Nicholson verdeutlicht Saito, wie sehr er, Saito, von ihm abhängig ist. Dies löst ambivalente Gefühle aus. Wir bewundern Nicholson ob seiner Standhaftigkeit und seiner Fähigkeit, die Oberhand zu gewinnen, sind aber gleichzeitig beunruhigt und erschrocken: Ein bißchen zu sehr genießt er es, der Nicholson, beinahe geilt er sich an seiner neugewonnenen Überlegenheit auf, spielt sie genüßlich aus und demütigt Saito. Fast tut uns der Folterer ein bißchen Leid, und wir ahnen: Nicholson tut etwas für sein Ego statt für sein Land und seine Männer. Dies wird dazu führen, dass er dem Feind hilft. Dass die Brücke von seinem Trupp solide errichtet wurde (wie es auch am Ende ein Schild herausstellt) ist wichtiger, als dass sie den Japanern strategisch dient.

Das muss ja zur Katastrophe führen, und so kommt es auch: Soldat Shears (William Holden) konnte aus dem Lager fliehen und wird abkommandiert, die Brücke zu sprengen. Neben vielen Missverständnissen kommt nun das kommunikative hinzu: Man hält die Brücke für das Werk der Japaner und mach sich daran, das Werk der eigenen Leute zu zerstören. Funkkontakte können nicht mehr zur Aufklärung beitragen, und Blicke durch das Fernrohr holen die Dinge nicht mehr nah genug ans Auge heran, sondern verschleiern Shears und seinen Leuten, was beim Brückenbau geschieht. Bezeichnenderweise sorgt ganz am Schluss ein unterbrochener Funkkontakt dafür, dass dem für die Sprengung zuständigen Soldaten die wahren Zusammenhänge nicht mitgeteilt werden können, die eine frühere Sprengung erfordern würden. Das steigert nicht nur den Suspense, sondern ist auch bezeichnend dafür, dass man im Krieg nicht mehr seinen Augen und Ohren trauen kann, weil die Menschen so durcheinander sind, dass alles eine andere Bedeutung hat, als es scheint.

Soweit zur Unfähigkeit, "miteinander zu reden", die nur eine von vielen Facetten dieses komplexen Filmes ist. Das Durcheinanderbringen von Ordnung und Erwartungshaltung in der Ausnahmesituation Krieg wird noch in manch anderer Dimension ausgeleuchtet. So ist Shears beispielsweise ein zunächst unheroischer Drückeberger und Schlawiner (William Holden gibt ihn mit der gleichen Chuzpe wie in "Stalag 17", wo er eine ähnliche Rolle hatte), wird dann aber (zunächst eher unfreiwillig) zum Kämpfer - und zu demjenigen, der die Sprengungsaktion mit ihren ganzen absurden Missverständnissen maßgeblich vorantreibt. Absurd-Widersinniges scheint auch in dem zum Ohrwurm gewordenen River-Kwai-Marsch auf, den die gefangenen Briten pfeifen: Er klingt fröhlicher, als man das bei Kriegsgefangenen erwarten sollte. Vieles mehr ließe sich nennen. René Ruppert hat einen schönen Aufsatz in dem Buch David Lean (Film-Konzepte 10) darüber geschrieben. Meine eigenen Bemerkungen beziehen sich auf die mir am stärksten in Erinnerung gebliebenen Aspekte. Der (in einer hervorragenden Edition vorliegende) Film ist derart reichhaltig, dass eine Würdigung in Amazon-Kürze nicht erschöpfend sein kann.

die brücke am kwai

Datum:26.10.2009 - Rating: 5/5

super film,beruht auf wahre begebenheit und ist für die damalige zeit ein meisterwerk ohne frage.einfach spitze und super in szene gestellt.hätte 100 oskars verdient,doch das ist ansichtssache des betrachters.jeder hatt halt einen anderen geschmack.ein muß auf jeden fall-ich bin sehr begeistert von diesem film.einfach klasse gemacht ohne viel technik und computerscheiße.

Eines von Leans grossen epischen Meisterwerken

Datum:30.11.2008 - Rating: 5/5

Mit "Bridge on the River Kwai" legte David Lean den Grundstein zu seinem legendären Ruf als erfolgreichster Regisseur aller Zeiten, erst in den 70ern wurde er durch das Wunderkind Spielberg in Sachen Kommerz abgelöst.
Lange vor diesem legendären epischen Kriegsfilm war Lean bereits etablierter britischer Filmemacher, der sich mit wunderbaren Filmen wie "Begegnung", "Geheimnisvolle Erbschaft" und "Oliver Twist" einen exzellenten Ruf erarbeiten konnte.
Im "Making of" wird darauf hingewiesen, dass Lean vor allem des Geldes wegen sich den amerikanischen Grossproduktionen zuwandte und "Bridge on River Kwai" war der Auftakt.
Ein Welterfolg, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik - Oscar als Bester Film, Regieoscar für Lean, Alec Guinness als bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt, Beste Musik...der Colonel Bogey Marsch, den die britischen Soldaten beim Einmarsch ins Lager pfiffen, wurde ein Welterfolg in den Hitparaden.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle. Gedreht wurde in Sri Lanka und Lean zeigt den Horror des Krieges, ähnlich wie Terence Malick Jahrzehnte später in "Der schmale Grat" in einer paradiesisch wirkenden Umgebung. Sein Filme sind vor allem durch wunderbare Bilder für die Ewigkeit gekennzeichnet.
Porträtiert wird eine Gruppe britischer Inhaftierter in einem japanischen Kriegsgefangenenlagers in Thailand, die dazu gezwungen werden, eine Eisenbahnbrücke aus Holz zu errichten.
Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die Brücke war der geplante Teil einer Eisenbahnstrecke, um die thailändische und birmanische Eisenbahnlinie von Bangkok nach Rangun zu verbinden, Birma war von den Japanern besetzt.
Der erste Teil des Films handelt von dem Konflikt des britischen Offiziers Nicholson (Alec Guinness) mit dem Lagerkommandanten Saito (Sessue Hayakawa), der den Bau der Brücke mit aller Macht und Brutalität vorantreiben möchte und entgegen den Genfer Konventionen auch die britischen Offiziere zur Zwangsarbeit heranziehen möchte. Diesem Ansinnen widersetzt sich Nicholson, der Zeitplan für die Fertigstellung der Brücke gerät immer mehr in Gefahr, der Konflikt eskaliert immer mehr. Nicholson ist stur und nimmt selbst persönliche Repressalien in Kauf, um die Würde und Stolz der britischen Armee zu wahren.
Im Machtkampf hat Nicholson den längeren Atem, setzt sich schließlich durch und die Offiziere werden von der schweren körperlichen Arbeit befreit - arbeiten allerdings fortan als Macher der Brücke mit. Nicholson und seine Männer werden von dieser Arbeit an der Brücke aber so stark inspiriert, der Mannschaftsgeist so stark gefördert, dass die Aufgabe zu Höchstleistungen führt und das logistisch und strategisch zum Kriegsgewinn geschaffene Werk des Feindes auch bei den Erbauern einen berauschenden Stolz auslöst.
Der amerikanische Kriegsgefangene Shears (William Holden), dem Wochen vorher als einem der wenigen der Ausbruch aus diesem Gefangenenlanger im Dschungel gelang, wird fast zeitgleich von einem Major Warden (Jack Hawkins) angeheuert diese Brücke zu sprengen. Gemeinsam mit dem jungen unerfahrenen Leutnant Joyce (Geoffey Horne) und einigen burmesischen Trägerinnen brechen sie zum Himmelfahrtskommando auf...
David Lean ist ein grosser Film über den Dschungelkrieg geglückt, der noch heute überzeugen kann. Überwältigende Dschungelbilder in herrlichen Farben und eine facettenreiche, bravouröse Leistung von Alec Guinness als Sonderling, hin- und hergerrissen zwischen Held, Märtyrer und Narr, stur beim Einhalten von militärischer Disziplin, aber auch hart und zäh in Ausdauer, selbst die härteste Folter aus Prinzip auf sich nehmend und der am Ende für seine Männer eine Art "Sieg" erzielen kann. Am Ende ein Besessener, zu fast allem fähig....selten war ein Oscar als bester Schauspieler des Jahres so gerechtfertigt wie hier.
Ganz grosses Kino.

 

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