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Der schmale Grat [VHS]

Der schmale Grat [VHS]

Quelle: Amazon

EAN: 4010232000118
Herausgeber: Twentieth Century Fox Home Entert.

3,00 EUR
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Features

Beschreibung

Als Der schmale Grat Ende 1998 in die Kinos kam, tauchte der zuvor lange spurlos verschwundene Regisseur Terrence Malick wieder aus der Versenkung auf. Malick, der rätselhafte Einsiedler, der sich nach seinem optisch packenden Meisterwerk In der Glut des Südens (1978) von der Bildfläche Hollywoods zurückzog, kehrte nach einer 20-jährigen Kaffeepause in den Regiestuhl zurück.

Der Film, mit dem Malick sein Comeback vollzog, ist eine faszinierende Wahl: eine weitreichende Adaption des Weltkriegsromans Insel der Verdammten von James Jones (der 1964 bereits schon einmal verfilmt wurde). Der Kampf um die Insel Guadalcanal gab Malick die Gelegenheit, nichts Geringeres als das Wesen des Lebens, des Todes, Gottes und des Muts zu untersuchen. All diejenigen, die einen herkömmlichen Kriegsfilm erwarten, seien hiermit gewarnt: Malick zeigt, dass er sehr wohl in der Lage ist, eine spannende Action-Sequenz zu inszenieren, aber er kann genauso gut ins rein Philosophische abschweifen -- oder einfach die Kamera bei den ersten Gehversuchen eines eben geschlüpften tropischen Vogels oder dem düsteren Lauern eines Krokodils verweilen lassen.

Dies ist nicht gerade ein Film für Schauspieler -- manche Gesichter gehen so schnell vorbei, dass man sie kaum registriert. Dafür sind die Hauptfiguren umso ausdrucksstärker: Nick Nolte als karrierebewusster Oberst, Elias Koteas als tiefreligiöser Hauptmann, der seine Männer zu schützen versucht, und Ben Chaplin als G.I., der von schwärmerischen Erinnerungen an seine Frau gequält wird. Das Rückgrat des Films ist die andauernde Diskussion zwischen einem sarkastischen Feldwebel (Sean Penn) und einem vergeistigten, fast heiligen Gefreiten (Newcomer Jim Caviezel).

Die Ausgedehntheit des Films ruht möglicherweise von Malicks Methode her, einen Film während der Dreharbeiten und dem Schneiden zu "finden", und in mancher Hinsicht wirkt Der schmale Grat auf faszinierende Weise leicht unvollständig. Und doch verzaubert er wie kaum etwas Anderes in dieser Zeit, und Malicks visionäre Bilder sind eine Herausforderung und ein Wegweiser für den Rest seiner Filmemachergeneration. --Robert Horton

 

Bilder

Der schmale Grat [VHS]
 

Kunden Meinungen

Volltreffer oder daneben und vielleicht irgendwo in der Mitte

Datum:22.08.2010 - Rating: 3/5

Im zweiten Weltkrieg kämpft eine Kompanie des US-Militärs 1942 um die Vorherrschaft auf einer Salomonen-Insel gegen die Japaner. Ein Bodenkrieg im Dschungel mit direktem Feindkontakt.

Dies ist letztlich schon die Handlung des Films, der sich sonst darin bemüht einen unwahrscheinlich eindringlichen Blick in die Seelen der Protagonisten zu bekommen und die detaillierte Betrachtung einer Schlacht mit diesen Soldaten dazu nutzt, einen Bogen zu globalen Fragen zu schlagen. So wird durch die akribisch ausgewählten Bilder und die philosophischen und religiösen Erzählungen der Akteure, die als Monologe die Naturbilder oder Rückblicke auf das persönliche Leben begleiten, ein Bezug zur Natur, zur Welt, zum Leben und zu Gott geschlagen.

All dies gelingt dem Film gut, insbesondere werden die Ohnmacht und die sinnlose Unwichtigkeit eines jeden Einzelnen im Krieg wie auch die permanente Angst und Leere bis hin zur Depression in den Seelen der Soldaten sehr deutlich und einnehmend übermittelt. Dazu kommt eine exquisite Besetzung, aus der vor allem Sean Penn, Nick Nolte und James Caviezel hervorstechen, und eine die Stimmung unterstützende Filmmusik.

An sich also ein perfekter Film, der eine Botschaft hat und der gut daran tat, in einem Kinostreifen und nicht z. B. in einem Dokumentarfilm verpackt worden zu sein, damit er ggf. ein größeres Publikum anspricht. Dennoch, der Film bedrückt nicht nur, er ermüdet einen auch. Er gibt einem durch das behutsame Handlungsschema nicht nur Zeit zum Einfinden und Einfühlen, er strengt auch an. Er ist nicht nur weise, sondern auch sehr festlegend und einsilbig. Er ist sehr genau, lässt aber auch Lücken, die man als Zuschauer vielleicht gerne geschlossen hätte. Er versucht einen zu bewegen, berührt einen aber nicht immer, wenn die Gedanken zu Gott und der Welt auch mal als nichts sagend eingestuft werden können. Und fragt man sich ungeachtet der zahlreichen Punkte, die für ein hohes Niveau sprechen, danach wie sehr man ergriffen wurde, wie sehr man in den Film eingetaucht ist, was einem danach bleibt, dann ist das eher zwiespältig, dann ist das eventuell nur die Hälfte von dem Film, was er eigentlich erreichen wollte und dann bleibt am Ende, aber auch immerhin, nur die Botschaft des Film bestehen.

Beeindruckend

Datum:18.08.2010 - Rating: 5/5

Der Film beschert dem Zuschauer wirklich extrem intensive Eindrücke - vorausgesetzt man erwartet nicht einen "Anti"-Kriegsfilm wie James Ryan, denn hier geht es deutlich weniger "auf die Zwölf". Der Regisseur beschränkt sich nicht auf eine pseudo-dokumentarische Darstellung wie Spielberg, sondern versucht das Innerste der Protagonisten, ihre Seele, wenn man so will, auf eine einzigartige Weise nach Außen zu kehren. Dazu bedient er sich der schon mehrfach erwähnten langen Monolog-Sequenzen. Diese sind zwar teilweise nicht auf Anhieb nachzuvollziehen, ich habe aber schon beim ersten Ansehen gespürt, dass es sich dabei nicht um irgendwelche Hirnfürze eines spackigen Alt-Hippies handelte. Dem Film gelingt es, den inneren Schrecken des Krieges aufzuzeigen, wobei er manchmal fast surreal wirkt, ohne aber je die Bodenhaftung zu verlieren, wie bspw. "Apocalypse Now". Intellektuell wird hier mehr gefordert, als bei allen anderen Kriegsfilmen, die ich bislang gesehen habe. Die tatsächliche Darstellung von Kampfhandlungen kommt dabei allerdings auch nicht zu kurz, wenn auch der Schwerpunkt nicht auf ihnen liegt.

Kaufempfehlung für Menschen, für die Kriegsfilme nicht nur die Fortführung des Actionfilms mit anderen Mitteln ist.

Hat mich umgehauen!

Datum:31.07.2010 - Rating: 5/5

Hi,
Der Film ist faszinierend,und hat mich lange zum Nachdenken gebracht.
Keine dumpfe Ballerei,und kein patriotisches Tun und Handeln,wie bei den aktuellen "The Pacific".
Die Bild- und Soundqualität der DVD ist gut.Hoffe das der Film auf Blu-ray irgendwann rauskommt,
mit ein paar mehr Extras! - Und am besten im edlen Steelbook!
Der Film "durchleuchtet" verschiedene Charaktere wunderbar.
Ich konnte mich besonders gut in die 2 Soldaten Sean Penn als Feldwebel,
und Jim Caviezel als einfachen Soldaten,(Der eigentlich nicht in den Krieg gehört)hineinversetzen.
Die verschiedenen Denkweisen zum Krieg,und die Dialoge von beiden,
sowie das ständige "Anecken" von Private Witt(Caviezel),einfach wunderbar. - WOW!
Der Film zeigt wie sinnlos eigentlich Krieg ist,und nur Leid bringt.
Er zerstört schlimmstenfalls das Leben,und bestenfalls die Seele.
Der Film ist ergreifend wie sonst selten einer war.
Wunderschöne Natur(Wogenes Schilfgras,Tropischer Wald,Schmetterlinge,Pflanzenblätter mit Lotuseffekt - LOL),
verwandelt sich blitzartig in ein tötliches Schlachtfeld.
Ein Film der auch so ähnliche grasse Gegensätze zum Leben&Natur und Kampf&Tod zeigt,ist "Apocalypto".
Die Landschaftsaufnahmen sind wunderbar hinterlegt mit einen genialen Soundtrack von Hans Zimmer.
"Journey to the Line",ist der markanteste Track,(Habe diesen schon in manchen Dokumentationen im Fernsehen gehört),
und runden das schon so gute Gesamtbild noch ab.
Wer aber jetzt auf ein Actionfeuerwerk wie bei "Soldat J. Ryan" hofft,
wird wohl enttäuscht sein.
Action bietet Der Schmale Grat zwar auch,aber er lebt mehr von den tiefsinnigen Dialogen,
verschiedenen Persöhnlichkeiten,und seiner Melanchonischen-Poetischen Art.
Ist halt schwer zu erklären,selber gucken!
Auch werden die Japaner nicht als hirnlose Soldaten gezeigt,
und die Amis nicht als die coolen Superhelden.
Der Film vermittelt zum Glück wenig patriotisches Gehabe,
sondern zeigt wie der Krieg Menschen aller Nationen verändert,
und es eigentlich nur ums nackte Überleben mit allen erdenklichen Mitteln geht.

Natur,Ton,Musik,Regie usw.,einzigartig

Datum:15.07.2010 - Rating: 5/5

..und dazu die richtigen Schauspieler, die Alle verkörpern diese sinnlose Grausamkeit, wenige Filme bieten mehr.
Es gibt für mich nur einen, "das BOOT " , der an Spannung und Realität zum Nachdenken mich noch mehr anregt.Es ist
gut so, es sind zwar nur Spielfilme, nicht aber Dokumentarfilme, doch dramatisch genug sind sie..

LG,Josch

Der schmale Grat !

Datum:10.05.2010 - Rating: 5/5

Wer Kriegsfilme mag sollte sich den Film unbedingt Kaufen. Eine gute Schauspieler Leistung und auch nicht Langweilig.

 

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